Sicherheitsfenster : Einbruch- und durchschusshemmend

Sicherheitsfenster: Einbruchhemmend und Durchschusshemmend

Sicherheitsfenster von Timm Fensterbau bieten vielfältige Lösungen für Anforderungen an Einbruchhemmung nach DIN EN 1627 – 1630 von Widerstandsklasse RC1 bis RC4, beziehungsweise Durchschusshemmung gemäß DIN EN 1522 von Klasse FB4 bis FB7 an. Dabei besteht die Möglichkeit, die Eigenschaften einbruchhemmend und durchschusshemmend von RC1 bis RC4 und von FB4 bis FB7 zu kombinieren. Optisch sind unsere Sicherheitsfenster nicht von unseren schmalen Standard-Fenstersystemen zu unterscheiden. Somit passen sich unsere Sicherheitsfenster problemlos und harmonisch an das Gesamtbild eines Gebäudes an.

Eigene Produktion: Wir sind Hersteller von hochwertigen und designorientierten Sicherheitsfenstern aus Holz, Holz-Alu, Alu und Stahl und Hebe-Schiebe-Türen mit DIN-geprüfter, zertifizierter Sicherheitstechnik. Wir realisieren mit Sicherheitsfenstern moderne Neubauten, Ministerien bis hin zu denkmalgeschützten Villenobjekten – schauen Sie sich unsere Referenzen an. Dabei bietet Timm Fensterbau Sicherheitsfenster für Personenschutz und Sicherheit mit maximaler Gestaltungsfreiheit nach Ihren individuellen Designvorstellungen.

Einbruchhemmende Sicherheitsfenster

Sicherheitsfenster aus Holz, Holz-Alu, Alu und Stahl nach DIN EN 1627-1630 in den Widerstandsklassen RC1 bis RC4.

Wirksame Prävention gegen Einbruch in Gebäude und Wohnungen durch mechanische Absicherung der Fenster, Türen und Schiebetüren. Unsere eigens entwickelte Sicherheitstechnologie in Fensterrahmen und Verglasung bieten maximalen Widerstand und somit effektiven Einbruchschutz.

Durchschusshemmend Sicherheitsfenster

Sicherheitsfenster aus Holz, Holz-Alu, Alu und Stahl nach DIN EN 1522 in den Widerstandsklassen FB4 bis FB7.

Wirksame Prävention gegen Schussobjekte durch eigens entwickelte Sicherheitsverglasung und durschusshemmende Rahmen und Beschläge. Höchster Wirkungsgrad durch optimales Zusammenspiel von Glasdicken und Scheibenaufbau, bei maximaler Transparenz und optimalen Lichtverhältnissen.


Prüfung und Zertifizierung unserer Sicherheitsfenster, Sicherheitstüren und Sicherheits-Hebe-Schiebe-Anlagen

Prüfung auf Einbruchhemmung

Die Prüfungen zur Zertifizierung einbruchshemmender Fenster, Türen und Hebe-Schiebe-Anlagen erfolgen nach DIN EN 1627 – 1630 an anerkannten Prüf- und Zertifizierungsstellen. Die Bauelemente werden hierbei in Resistance Classes (RC) von RC1 bis RC6 eingeteilt.

Die Prüfung erfolgt in verschiedenen Schritten. Zunächst wird die Widerstandsfähigkeit unter statischer und dynamischer Belastung geprüft. Im Anschluss müssen unsere Sicherheitsfenster die Widerstandsfähigkeit gegen manuelle Einbruchversuche bestehen. Hierbei spielt vor allem die Werkzeugwahl und Widerstandsdauer eine entscheidende Rolle zur Klassifizierung der Bauelemente in die Widerstandsklassen (Resistance Class).

Nach bestandener Prüfung erhaltene unsere Sicherheitsfenster, Sicherheitstüren oder Sicherheits-Hebe-Schiebe-Anlage die entsprechende Zertifizierung, die auch veranschaulicht, dass unsere Sicherheitselemente die Prüfkriterien sorgfältig von einer unabhängigen, neutralen Stelle untersucht und bewertet wurden.

Prüfung auf Durchschusshemmung

Die Prüfungen zur Zertifizierung durchschusshemmender Fenster erfolgen nach DIN EN 1522 an den anerkannten Prüf- und Zertifizierungsstellen Beschussamt Ulm und Beschussamt München.

Die Prüfmuster entsprechen konstruktiv unseren montagefertigen Lösungen.

Hierbei erfolgt eine ballistische Beurteilung bezüglich:

  1. des Durchschusses und Splitterabgangs der Rahmenkonstruktion der Fenster, Türen oder Hebe-Schiebe-Anlagen
  2. deren Füllungen (i.d.R. Glas, Rohling oder Paneel),
  3. des Anschlussbereichs zwischen Füllung und Rahmen und
  4. der Anbindung des Fensterflügels an den Blendrahmen.

Hoher Schutz durch jahrelange Erfahrung und höchste Qualität

PfBcert
  • Überwachungs- und Zertifizierungsvertrag Nr. 19/12-Ü166
  • ZE1 “Einbruchhemmende Bauelemente und Nachrüstprodukte”
  • ZE7 “Türen, Tore und Fenster mit Feuer- und / oder Rauchschutzeigenschaften”
  • “PfBcert” – Zertifizierungsprogramm

Unsere hochwertigen Sicherheitsfenster werden fremdüberwacht


Sicherheitsfenster – Beispiele

maximaler Gestaltungsfreiheit nach Ihren individuellen Designvorstellungen

Holz Sicherheitsfenster
[TIMM W90]
Widerstandsklassen RC3 + RC4

Durch unser umfangreiches Profilprogramm bietet das Holz-Isolierglasfenster (W90) den Architekten eine hohe Gestaltungsvielfalt und erfüllt alle Anforderungen im modernen Neubau und auch im Denkmalschutz. Durch seine große Bautiefe bietet es beste statische Werte für geschosshohe Elemente, auch in Übergrößen. Die sichere Befestigung ist auch in kritischen Einbaulagen möglich. Als Sicherheitsfenster kann es bei uns bis zur Widerstandsklasse RC4 zertifiziert werden. Insgesamt verbindet das Holzfenster W90 architektonische Vielfalt mit nachhaltigem Bauen.

Holz-Alu Sicherheitsfenster
[TIMM W79 S-SK]
Widerstandsklassen RC3

Das Fenstersystem W 79 S-SK ist eine Holz-Alu-Fensterkonstruktion mit einem leicht versetzten sichtbaren Flügel. Durch den leicht flächenversetzten schmalen, kantigen Außenflügel eignet sich das Holz-Alu-Fenster besonders für Objekte mit geradliniger Architektur und als Ersatz für Stahlfenster. Durch die große Bautiefe von 79 mm sind beste Wärmedämmwerte möglich. Außerdem ist trotz schmaler Ansichtsbreiten ein einbruchhemmendes Sicherheitsfenster bis RC3 realisierbar.

Alu Sicherheitsfenster
[Schüco AWS 75 BS]
Widerstandsklassen RC3

Designorientierte Planung für energieeffiziente Gebäudehüllen werden ganzheitlich mit dem Schüco-Aluminiumfenster AWS 75 BS.Si erfüllt. Das Blockfenstersystem ermöglicht extrem schmale Ansichtsbreiten und größtmögliche Transparenz. Es bietet bestmögliche architektonische Freiheitsgrade bei höchster Einbruchhemmung durch dieses Sicherheitsfenster.


SICHERHEITSFENSTER DIN-Normen und Widerstandklassen

Einbruchhemmende Sicherheitsfenster

Bei einbruchhemmenden Konstruktionen nach DIN 1627 – 1630 wird durch mechanische Widerstände in Fenster, Türen, Gitterelementen und Abschlüssen eine gewisse zeitliche Absicherung erreicht. Diese Zeitdauer und eingesetzte Werkzeuge werden in den Widerstandsklassen der Norm von 2011 definiert. Die bisher bestehenden Widerstandsklassen WK1 bis WK6 wurden durch die RC 1 bis RC6 (RC = Resistance Class) ersetzt und um RC1 N und RC2 N ergänzt. Des weiteren wurden die Prüfverfahren überarbeitet.

Widerstandsklassen für einbruchhemmende Sicherheitsfenster

  • RC1 N bietet einen Grundschutz gegen Aufbruchversuche mit körperlicher Gewalt, wie Gegentreten oder Herausreißen auf.
    Grundsicherheit bei Fenster und Türen bei nicht ebenerdigem Zugang.
  • RC2 N bietet eine Standardsicherheit, welche Einbruchsversuchen von Gelegenheitsstäter bei 3 Minuten mit einfachen Werkzeugen wie Schraubendreher oder Zange, standhält.
    Standardsicherheit ohne direkten Angriff auf Verglasung bei Fenster und Türen mit normalem Risiko.
  • RC3 hält einem 5 minütigem Einbruchsversuch von einem Gelegenheitstäter mit zusätzlichem Werkzeug wie einem zweiten Schraubendreher und Kuhfuß stand.
    Erhöhte Sicherheit bei Fenster und Türen mit erhöhtem Risiko.
  • RC4 weist einen hohen Schutz gegen erfahrene Täter mit zusätzlich Säge-/Schlagwerkzeuge wie Axt, Stemmeisen oder Akku-Bohrmaschine und einer Zeitdauer von 10 Minuten, auf.
    Hohe Sicherheit für Fenster und Türen mit hohen Sicherheitsanforderungen.
  • RC5 verhindert einen Einbruchsversuch von 15 Minuten unter Einsatz von zusätzlichen Elektrowerkzeugen wie Bohrmaschine oder Winkelschleifer.
    Sehr hohe Sicherheit für Fenster und Türen für Hochsicherheitsbereiche und Personenschutz.
  • RC 6 hält bei gleichem Werkzeug wie in RC5 weitere 5 Minuten länger stand. Höchste Sicherheit für Fenster und Türen für Hochsicherheitsbereiche und Personenschutz.

Durchschusshemmende Sicherheitsfenster

Bei durchschusshemmenden Konstruktionen nach DIN 1522 wird durch die Kombination von Spezialverglasung und mechanischen Absicherungen in Rahmen und Beschlägen bei Fenster und Türen eine Durchschusshemmung erreicht. In der Euro Norm DIN 1522 ist die Prüfung der Verglasung nach DIN 1603 festgelegt. Eingesetzte Schusswaffe, Kaliber, Munitionstyp und Abstand zwischen Waffe und Objekt werden in den Widerstandsklassen der Norm definiert.

Widerstandsklassen für durchschusshemmende Sicherheitsfenster

  • FB1 bietet bereits Schutz gegen eine Büchse des Kalibers 22 LR mit Blei-Rundkopfgeschoss.
  • FB2 schützt gegen eine Faustfeuerwaffe wie einer 9mm Luger mit 9mm Stahl-Rundkopfgeschoss.
  • FB3 hält einer Faustfeuerwaffe wie einer 357 Magnum mit Stahl-Spitzkopfgeschoss stand.
  • FB4 bietet Schutz gegen eine Faustfeuerwaffe wie einer 44 Rem. Magnum mit Spitzkopfgeschoß.
  • FB5 weißt einen Schutz gegen Büchsen mit Kaliber 5,56 x 45 und Kupfer-Spitzkopfgeschoss
  • FB6 schützt gegen eine Büchse mit Kaliber 7,62 x 51 mit Stahl-Spitzkopfgeschoss.
  • FB7 hält einer Büchse mit 7,62 x 51 Kupfer-Spitzkopfgeschoss mit Stahlhartkern stand.


Sicherheitsfenster-Bauteile für mehr Sicherheit

Im Sinne der DIN EN 1627 sind einbruchhemmende Sicherheitsfenster mit abschließbaren Fenstergriffen zu versehen

Abschließbarer Fenstergriff

Im Sinne der DIN EN 1627 sind einbruchhemmende Sicherheitsfenster mit abschließbaren Fenstergriffen zu versehen. Zudem sind der Getriebebereich und die Befestigungsteile des Fenstergriffs bohrabweisend (sog. Anbohrschutz) wirksam zu schützen und somit das Verschieben des Beschlags von außen zu verhindern.

Sicherheitsfenster sind mit aufhebelsicheren Beschlägen ausgestattet

Pilzkopfzapfen

Pilzkopfzapfen aus Stahl in Kombination mit Schließstücken, für einen sicheren Schließmechanismus. Dabei muss die Anzahl der Verriegelungspunkte zunächst auf das Rahmenmaterial und die Elementgröße abgestimmt werden. In jedem Fall muss die Verbindung zwischen Flügel und Blendrahmen mit aufhebelsicheren Beschlägen (Pilzzapfen), die rundum verkettet sind, ausgestattet sein.

Für Sicherheitsfenster müssen die Schließbleche aus Stahl ausreißfest im Rahmen verschraubt werden

Schließstück

Die Schließbleche aus Stahl müssen “ausreißfest” im Rahmen verschraubt werden. Hierbei sind geeignete Fensterbauschrauben zu verwenden.

 

Spezielle Befestigung der Fensterelemente für Sicherheitsfenster

Wandanschluss

Für die Befestigung der Fensterelemente müssen im Hinblick auf Abstand der Befestigungspunkte, Randabstand und Ausführung der Wand (Festigkeit) je nach Anforderungen besondere Maßnahmen ergriffen werden.

Sicherheitsfenster sind mit entsprechender angriffhemmender Verglasung auszustatten

Glas

Einbruchhemmende Fenster sind mit entsprechender angriffhemmender Verglasung auszustatten. Die Anforderungen am angriffhemmender Verglasung werden in DIN EN 356 definiert. Ab der Widerstandsklasse RC2 sind Mindestanforderungen an das Glas nach DIN EN 356 vorgegeben.

Sicherheitsfenster sind mit entsprechender angriffhemmender Verglasung auszustatten

Glasanschluss/Verklebung

Um ein sind mit entsprechender angriffhemmender Verglasung auszustatten, muss die Glashalteleiste im Falle eines Angriffs die auf die Verglasung einwirkenden Lasten aufnehmen. Die Glasleisten bei Holzfenstern müssen generell möglichst schräg zum Holz verschraubt werden, um ein Wegplatzen zu vermeiden. Hierbei sind mindestens eine Auflagebreite von 18 mm und ein Schraubenabstand von höchstens 200 mm zu beachten.

Gegen Einbruch schützen abschließbarem Fenstergriff

Abschließbarer Fenstergriff

Im Sinne der DIN EN 1627 sind einbruchhemmende Fenster mit abschließbaren Fenstergriffen zu versehen. Zudem sind der Getriebebereich und die Befestigungsteile des Fenstergriffs bohrabweisend (sog. Anbohrschutz) wirksam zu schützen und somit das Verschieben des Beschlags von außen zu verhindern.

Gegen Einbruch schützen aufhebelsicheren Pilzkopfzapfen

Pilzkopfzapfen

Pilzkopfzapfen aus Stahl in Kombination mit Schließstücken, für einen sicheren Schließmechanismus. Dabei muss die Anzahl der Verriegelungspunkte zunächst auf das Rahmenmaterial und die Elementgröße abgestimmt werden. In jedem Fall muss die Verbindung zwischen Flügel und Blendrahmen mit aufhebelsicheren Beschlägen (Pilzzapfen), die rundum verkettet sind, ausgestattet sein.

Gegen Einbruch schützen ausreißfest Schließstücke

Schließstück

Die Schließbleche aus Stahl müssen “ausreißfest” im Rahmen verschraubt werden. Hierbei sind geeignete Fensterbauschrauben zu verwenden.


Die unterschiedlichen Sicherheitsgläser bei Einbruchhemmung und bei Durchschusshemmung

Sicherheitsgläser bei Einbruchhemmung

Die Gläser für unsere einbruchshemmenden Sicherheitsfenster wählen wir in der Regel gemäß DIN EN 1627 – 1630 aus. Natürlich setzen wir bei Kundenwünschen auch noch höherwertige Sicherheitsverglasungen – als die Normung vorschreibt – ein. Die Anforderungen an einbruchshemmende Gläser werden in der DIN EN 356 definiert. Die Gläser werden in verschiedene Widerstandsklassen (P-A- bzw. P-B-Klassen) unterteilt.

Bei einbruchhemmenden Gläsern sind zwei Arten zu unterscheiden. Gläser mit der Endung “A” sind durchwurfhemmend, Gläser mit der Endung “B” einbruchhemmend. Die Ziffer gibt die Anzahl der Folien an.

RC1 P4A
RC2 P4A
RC3 P5A
RC4 P6B
RC5 P7B
RC6 P8B

Sicherheitsgläser der P-A-Klassen

Gläser der P-A-Klassen werden mit herabfallenden Kugeln geprüft (DIN EN 356A). Hierbei wird eine Metallkugel, mit einem Durchmesser von 10cm und einer Masse von 4,11 kg, aus verschiedenen Höhen auf eine 110 x 90 cm große Scheibe fallen gelassen. Je mehr Folien zwischen den einzelnen Glasschichten sind, desto dicker wird die Scheibe und desto länger dauert es bis die Scheibe durchbrochen wird. Durchwurfhemmende Verglasungen wehren Spontanangriffe ab und bieten Schutz gegen Einbruch und Vandalismus. Die Polizei empfiehlt Verglasungen ab der Sicherheitsklasse P4A. Eine P4A-Scheibe muss beispielweise dreimal den Fall der Kugel aus 9 m standhalten.

Sicherheitsgläser der P-B-Klassen

Gläser der P-B-Klassen werden mit einer maschinell geführten Axt geprüft (DIN EN 356B). Hierbei wird versucht in eine 110 x 90cm große Scheibe einen 40 x 40 cm großen Durchbruch zu schlagen. Die 2 kg schwere Axt wird mit einer Geschwindigkeit von 11 m/s (39,6 km/h) auf die Prüfscheibe geschlagen. Die Anzahl der Schläge simuliert die Verwendung verschiedener Werkzeuge. Eine P6B-Scheibe muss beispielweise zwischen 30 und 50 Schlägen aushalten, bis es zum Durchbruch kommt.

Sicherheitsgläser bei Durchschusshemmung

Die Gläser für unsere durchschusshemmenden Sicherheitsfenster wählen wir gemäß DIN EN 1522 aus. Die Anforderungen an durchschusshemmende Gläser werden in DIN EN 1063 definiert.

FB1 BR1
FB2 BR2
FB3 BR3
FB4 BR4
FB5 BR5
FB6 BR6
FB7 BR7

Prüfung der durchschusshemmenden Sicherheitsfenster

Bei dieser Art der Prüfung werden auf drei Scheiben (jeweils 50 x 50cm) drei Schüsse abgegeben. Die Auftreffpunkte ergeben ein Dreieck von 12cm Kantenlänge in der Mitte der Scheibe. Je nach Geschossart und Schussentfernung ergibt sich die Beschussklasse (BR1 bis BR7). Die Entfernung beträgt bei Faustfeuerwaffen 5m und bei Flinten und Büchsen 10m


Drei Arten von Sicherheitsglas setzen wir bei unseren Sicherheitsfenster, Sicherheitstüren und Sicherheits-Hebe-Schiebe-Anlagen ein

1. Einscheibensicherheitsglas (ESG)

Einscheibensicherheitsglas (ESG) wird vor allem bei Alarmgläsern eingesetzt.

Zur Herstellung von ESG werden Standard-Floatscheiben nochmals auf ca. 600°C erhitzt und schlagartig mit Luft abgekühlt. Dadurch entstehen im Glas Spannungen. Eine nachträgliche Bearbeitung der Scheibe ist nach diesem thermischen Vorspannen nicht mehr möglich, da sonst die Spannungsverteilung gestört werden und die Scheibe zu Bruch gehen würde.

Vorteile von Einscheibensicherheitsglas (ESG)

  • Einsatz bei Alarmglas
  • Erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit
  • Unempfindlich gegenüber Temperaturunterschieden
  • Erhöhte Biegebruchfestigkeit

Im Falle eines Bruchs zerfällt ESG in viele kleine stumpfe Bruchstücke und löst den Alarm aus

2. Verbundsicherheitsglas (VSG)

Verbundsicherheitsglas (VSG) besteht aus zwei beziehungsweise mehreren Scheiben mit dazwischenliegenden Folien. Man spricht hier von sogenannten Glas-Folie-Glas-Verbindungen. Die Anzahl der hochelastischen Polyvinylbutyral-Folien (PVB) kann nach Anspruch an die Einbruchs- beziehungsweise Durchschusshemmung variieren. Die Scheiben werden somit je nach Sicherheitsanforderung immer dicker und auch schwerer. Beim Einbruchsversuch bleiben an den Folien die Glas-Bruchstücke haften.

Im Herstellungsprozess werden die einzelnen Glasscheiben zunächst gründlich gereinigt bevor sie dann im Sandwich-Prinzip mit den Folien zusammengelegt werden. Im Anschluss daran pressen Walzen bei einer bestimmten Temperatur die Gläser zusammen – der Vorverbund entsteht. Im letzten Herstellungsschritt gelangt der Vorverbund in einen sogenannten Autoklaven. Hier werden die Glasscheiben mittels Temperatur und Druck dauerhaft miteinander verbunden, sodass die fertigen VSG-Gläser entstehen.

Vorteile von Verbundsicherheitsglas (VSG)

  • Bruchstücke haften an Folie
  • Durchschusshemmend (je nach Dicke)
  • Sprechwirkungshemmend (je nach Dicke)
  • Höhere Schalldämmung

erhöhter Einbruchschutz, minimierte Verletzungsgefahr

3. Polycarbonatglas (PC)

Polycarbonat (PC) zählen zu den thermoplastischen Kunststoffen und kommen insbesondere dann zum Einsatz, wenn klassisches Verbundsicherheitsglas an seine Grenzen stößt (zu dick und zu schwer) oder Kunden ein besonderes Schutzbedürfnis haben.

Polycarbontglas hat besondere Eigenschaften, denn es verbindet die besonderen Eigenschaften von Glas und Polycarbonat. Glas ist sehr kratzfest und steif. Polycarbonat dagegen ist sehr leicht, schlagzäh und hat eine verhältnismäßig weiche Oberfläche. Die Kombination der beiden Materialien führt zu sehr guten, fast undurchdringbaren und hochtransparenten Sicherheitsgläsern, die mit Ihrer hohen Widerstandsfähigkeit überzeugen.

Vorteile von Polycarbonatglas (PC)

  • Dauerhaft elastische Verklebung zwischen Glas und PC
    • Glas = kratzfest + steif
    • PC = schlagzäh
  • Sehr einbruchsicher
  • Sehr schusssicher
  • Sehr leicht
  • Hohe Festigkeit und Steifigkeit
  • Ausgezeichnete Schlagzähigkeit

Hoher Schutz bei Einbruchsversuchen